GEMEINDE UNTERKOHLSTÄTTEN

A-7435 Unterkohlstätten 32 | Tel: 03354/8550 | Fax: 03354/85504 | Mail: post@unterkohlstaetten.bgld.gv.at

Im Ortsteil Oberkohlstätten weisen ein „Schaumeiler“ und eine „Köhlerhütte“ auf die Entstehung des Ortnamens hin und erinnern gleichzeitig an das alte Handwerk, das bis in die Eisenzeit zurückreicht. Die ersten Siedler waren Köhler, die aus Buchenholz Holzkohle für Eisengießereien, Glashütten, Hufschmieden, Ziegeleien und zur Herstellung von Schwarzpulver produzierten. Mit zunehmender Technisierung in der Mitte des 20. Jahrhunderts ging die Nachfrage stetig zurück und so wurde 1938 der letzte Kohlenmeiler entzündet, bevor das Handwerk in unserer Region ausgestorben ist.

Heute erzählen ein Schaumeiler, eine Köhlerhütte und Schautafeln die Geschichte und Entstehung der Holzkohle.

Um die alte Tradition wieder zu beleben wird im 2-Jahres-Rhythmus ein Kohlemeiler errichtet und im „Modell“ Holzkohle erzeugt. Dies ist eine Arbeit, die sehr viel Geschick, Wissen und Geduld erfordert, denn vom Entzünden des Meilers, in dem Buchenholz unter geregelter Luftzufuhr „verkohlt“ , bis zum „Ernten“ der Kohle vergehen 14 Tage. Der Köhler muss in dieser Zeit permanent anwesend sein und den Rauch, der aus dem Meiler kommt, beobachten. Die Farbe und der Geruch des Rauches sind das wichtigste Indiz für den Vorgang innerhalb des Meilers, in dem die Temperatur bis zu 800 °C erreicht. Die Köhlerhütte diente dem Köhler in dieser Zeit als Behausung. Ein Meiler mit 50 bis 70 m³ Holz lieferte 8 bis 12 Tonnen Holzkohle.

Aber nicht nur Meiler und die Köhlerhütte sind sehenswert, sondern auch der einzigartige Ausblick von der Anhöhe über die Nachbarorte der Umgebung und das Bernsteiner Gebirge.

 

Kohlenmeiler - vom Holz zur Holzkohle
Entzünden des Kohlenmeilers
Schaumeiler und Schautafeln bei Nacht
Kohlenmeilerhütte bei Nacht